UNESCO-Weltkulturerbe

 

 

 

 

Altstadt von Yazd

Yazd ist eine der ältesten Städte Irans. Die Stadt liegt 250 km östlich von Isfahan

Sie wurde an einer Oase gegründet. Bei ihrer Gründung soll die Stadt an einem heute trocken gefallenen großen Binnensee gelegen haben. Yazd besteht seit dem dritten Jahrtausend vor Christus.

Für die Wasserversorgung werden bis heute teilweise schon in der Antike angelegte Wasserkanäle und Wasserröhren (Qanat) eingesetzt. Zur Kühlung und Belüftung der historischen Häuser dienen die berühmten Windtürme.

2017 wurde die Altstadt von Yazd zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

 

 
Größere Karte anzeigen
 
 
 
 

 

 
 

Yazd ist ein Zentrum der Zoroastrier: das ist ein Turm des Schweigens:

Bei den Parsen und anderen Zoroastriern ist es üblich, Leichname in runde Türme zu legen, wo Fleisch und Weichteile von Vögeln, z. B. Geiern oder Raben, gefressen werden.

Ursprünglich wurden die Leichname einzeln als „Sonnenbestattung“ an wasser- und pflanzenlosen, erhöhten Stellen auf Felsen abgelegt, die mit kleinen Mauern umgeben wurden. Diese Ummauerungen sollten verhindern, dass die Toten von Landraubtieren gefressen wurden, denn erwünscht war nur der Verzehr durch Vögel. Der runde Turm-Dachma, er dient der ganzen Gemeinde, ist erst seit islamischer Zeit belegt. Bei Berg-Dachmas handelt es sich um Ummauerungen von Felskuppen ohne weitere Ausschmückungen.

 


So sieht es im Inneren des Turmes aus

 

In den Gebäuden unten wurden die Leichnahme für die Ablage im Turm vorbereitet

 
Vom Turm ein toller Blick in die Berge

 

 

 

Das ist ein Tempel der Zoroastrier

In ihm soll seit "ewigen Zeiten" eine Flamme unterhalten werden

 

 

 

 

Hinter einer dicken Glaswand sah man die Feuerschale der Zarathustrier, in die dreimal am Tag mit Sandelholz nachgelegt wird.

 
iranische "Klimaanlage" - Windtürme

Ein Badgir‚ Windfänger, ist als Windturm ein traditionelles persisches Architekturelement, welches seit Jahrhunderten für die Ventilation von Gebäuden verwendet wird. Es ist nicht genau bekannt, wo ein Badgir zum ersten Mal zum Einsatz gekommen ist, aber sie werden auch heute noch sehr gerne in den verschiedensten Varianten genutzt. Ein Badgir besitzt meist mindestens zwei vertikale Kanäle.

 

 
Die Höhe des Turms ermöglicht einen auf Wärmeströmung beruhenden Kamineffekt, das Zuführen frischerer Luft und das ungehinderte Wirken des Windes. In eng bebauten Siedlungen eröffnen sich zusätzliche Freiheiten, weil die Gebäudeausrichtungen unabhängig von einer Hauptwindrichtung an der Sonne orientiert werden können, um starke Einstrahlungen in die Fenster zu vermeiden. Nachdem zunehmend elektromechanische Ventilatoren und Klimaanlagen eingesetzt wurden, treten Badgire im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit wieder mehr ins Blickfeld.

Und das funktionierte seit vielen Jahrhunderten.

 

Kühlanlagen
 

 
Die Freitagsmoschee in Yazd, sie war durch zwei hohe Türme geschmückt und beinhaltete wieder Kacheln mit blauen Farben von dunkelblau bis türkis
 
die Freitagsmoschee von Yazd
 
die Freitagsmoschee von Yazd
 
die Freitagsmoschee von Yazd
 
die Freitagsmoschee von Yazd
 
die Freitagsmoschee von Yazd
Freitag ist der muslimische Sonntag und da findet das wichtigste Gebet statt

 

 
Iranische Tür
 
Iranische Tür
Iranische Türen haben zwei "Klopfer", einen für die Männer und einen
für die Frauen. Beide klingen verschieden und so weiß man, wer den
Besuch empfangen muss.

 

Blick aus einer Teestube auf ein kleines Wasserbecken


 


Größere Karte anzeigen

Quelle Openstreetmap